UNIVERSITÄT LEIPZIG

Institut für KMW, Abt. Journalistik

Seminar: Online-Werkstatt

Dozenten: Anja Schwanhäußer, Susanne Jaschko

Konzeption einer Web-Präsentation

Die Präsentierenden: Ricarda Gruhl, Jochen Schmutz, Ina Otto

 

 

1. Thema

 

Ein heftiger Streit um den geplanten Wiederaufbau der 1968 gesprengten Paulinerkirche hat Anfang des Jahres die Gemüter in Leipzig und Sachsen erhitzt. Auf der einen Seite stehen Teile der sächsischen Landesregierung, der Verein Pro-Paulinerkirche, und der Nobelpreisträger Blobel. Es wurde bereits begonnen, Gelder für einen originalgetreuen Wiederaufbau zu sammeln – die Kosten dafür werden auf über 100 Millionen Euro geschätzt.

Auf der anderen Seite stehen unter anderen viele Studenten und Professoren der Leipziger Universität, und der Leipziger Oberbürgermeister. Sie finden, dass das Geld für andere Dinge viel besser eingesetzt werden könnte. Zum Beispiel für eine Modernisierung der Universität, mehr Lehrkräfte... Außerdem würde der Kirchenbau dem Campus sehr viel Platz rauben.

 

Zwar haben beide Konfliktparteien derzeit einen Kompromiss gefunden. Doch könnte man für den Fall, dass die öffentliche Stimmung zugunsten eines originalgetreuen Wiederaufbaus der Kirche umschwingt die folgende Web-Aktion konzipieren.

 

2. Ziel der Aktion

 

Weil die Fronten zwischen Studenten und dem Paulinerverein verhärtet sind und Argumenten der Gegenseite nur wenig Gehör geschenkt wird, könnte man etwas Verwirrung stiften.

Wir geben per Web-Site und Presse-Erklärung bekannt, dass Sich eine Studentengruppe gegründet hat, die den Wiederaufbau mit allen (wirklich mit allen!) Mitteln erreichen möchte. Die Seite der Aufbaubefürworter wird das zuerst positiv aufnehmen. Doch auf unserer Website wird die Argumentation für einen Wideraufbau immer absurder.

 

 

Man könnte im Stil von The-Yes-Men so regelmäßig Presse-Erklärungen versenden, bei Diskussionsrunden auftreten und provozieren.

 

Was wir damit erreichen

-Polarisieren der Studentenschaft gegen uns – und damit gegen den Wiederaufbau

-Solange wir nicht enttarnt sind, wird uns die Öffentlichkeit der Pro-Aufbau Fraktion zuordnen und damit wird deren ganze Argumentation als immer absurder wahrgenommen. Nach dem Motto „Was wollen die der Uni und den Studenten noch alles zumuten?“.

-Die Befürworter selbst werden sagen „Das geht nun aber wirklich zu weit“ – dadurch wird bei ihnen ein Bewusstsein für die wirklichen Anliegen von Uni und Studenten geschaffen.

 

3. Zielgruppe:  Befürworter des Wiederaufbaus, Mitglieder des Paulinervereins Leipzig, Studenten, sächsische Landesregierung

4. Kanäle

-Homepage: www.pro-paulinerkirche.de

-Pressemitteilungen der Studenteninitiative Pro Paulinerkirche e.V.

oLeserbriefe in LVZ, Student!, ad-rem

-Postings in Foren

-Aushänge an Schwarzen Brettern

-Auftritt eines Vertreters der Gruppe bei Diskussionsveranstaltungen